Mittwoch, 24. August 2016

Dem Hamsterwunsch vom Schäuble entgegentreten!




Ein schlechter Scherz unserer Bundesregierung!

   Ausgerechnet in Zeiten wirtschaftlicher Not sollen ALLE paradoxerweise eine "eiserne Ration für den Notfall" anlegen.

  • Lebensmittel für 10 Tage
  • Mineralwasser für 5 Tage

... pro Person! Mit den Paradoxen unserer Regierung kennen wir uns aber schon gut genug aus. Es macht nur die Taschen Wohlhabender voller und lohnabhängige Arbeitnehmer haben immer das nachsehen. Prekarität tut halt eben Not!



Auswirkungen für die Bedürftigsten unserer Gesellschaft

   Wie soll die "eiserne Ration" für die vielen finanziell Schwächeren möglich sein? Eines ist sicher: Die Tafel wird für eine solche Sonderration nicht aufkommen können, stehen diese schon in Konkurrenz zu sich selber durch Abwerben von Sponsoren für abgelaufene Lebensmittel in dem Gebiet anderer Tafeln. Es ist ein unerträglicher Konkurrenzkampf  innerhalb der Armut entstanden. Allein in Hemer nehmen 140 Personen regelmäßig jeden Montag das Angebot der CariTasche in Anspruch (Bericht wird folgen).

Auswirkungen auf Otto-Normal

   Und der Rest der Bundesrepublik, also der Durchschnitts-Michel, welcher sich ohne die Tafel durchschlägt, obwohl sein Lohn nur gering höher ist als der Harz IV-Satz? Dieser Michel hat auch keinen Bock Lebensmittel zu hamstern und erinnert sich noch an den Probealarm der Regierung wegen eines Impfstoffes, welcher in großem Stil für die gesamte Bundesrepublik bestellt und dann doch in den Gulli gekippt wurde. Alle sollen sparen! Und dann so etwas? In welcher Gefahr sich das Land tatsächlich befindet wird immer wieder verschwiegen ...

Die absurde Welt unserer Angela

   Ein gutes Wirtschaftswachstum wird Deutschland nachgesagt. Daher können die Forderungen der amtierenden Regierung aufgrund der positiven Wirtschaftszahlen noch einen oben drauf legen. Nicht nur, dass die Menschen für sich selbst und alles andere sorgen sollen. Jetzt soll auch noch gehamstert werden.

   Wofür? Für eine eher unvorstellbare Idee, dass die Menschen bei einem nationalen Notfall sich selber versorgen können - unvorstellbar, dass die Grundversorgung mit Lebensmitteln und Trinkwasser von rund 80 Millionen Bundesbürger*innen über Nacht für 10 Tage ausfällt. Hallo! Wo leben wir? Das ist doch unglaubwürdig.

Deutschland geht es nicht gut

   Zwar wurden angeblich genügend Arbeitsplätze geschaffen, so rühmt sich die Bundesregierung, und wacker vor dem Superwahljahr 2017 wurden auch noch in guter CDU-Manier die Renten angehoben. Kurz vor der Wahl die Missstände übertünchen mit einem scheinheilig augenwischenden Geldsegen an eine Bevölkerungsgruppe, die mehr als 25% ausmacht. Im unteren Drittel der Bevölkerung kommt aber immer weniger an und die Jugend hat immer weniger durch das Durchziehen der Rentner und ihrer eignen privaten Altersvorsorge!

   Im Gegenzug die absurde Idee, man könne den ganzen Harzis, Grundsicherungsempfänger*innen und anderen Sozialleistungsempfänger*innen (immerhin fast 13 Millionen Menschen im eigenen Land) noch in die Tasche greifen, in dem zum hamstern aufgerufen wird. Sicher doch! Warum auch nicht? Packen wir uns alle mal die Vorratskammer voll.

   Nur die Frage, wie der einzelnen Michel das finanzieren soll,  seine Vorratskammer zu füllen, bleibt unbeantwortet. Fakt ist: Die Löhne und Renten sind seit mehr als zehn Jahre nicht annähernd an der Inflationsrate angepasst worden, die Lebenshaltungskosten sind für uns alle um ein vielfaches teurer geworden.

   Nach wie vor ist es so gut wie unmöglich, als Langzeitarbeitsloser aus der staatlichen Existenzsicherung in den ersten Arbeitsmarkt zu wechseln. Und Tatsache ist, dass die Ü50er von Harz IV in die Grundsicherung abgeschoben werden. Vielleicht, weil sie dann nicht mehr in Konkurrenz zu den zu integrierenden Flüchtlingen gestellt werden können? Welch einen perfiden Wirtschaftsgedanken verfolgen die Regierenden denn noch?



Soziale Politik geht anders!




Es gibt nichts gutes, außer man tut es

   Viele Gründe sprechen für die Wiederbelebung einer alten Tradition in dem bevölkerungsstärksten Bundesland NRW: Der eigene Gemüseanbau! Leider sind über die Zeit hinweg die Kleingärten immer weiter verschwunden und landwirtschaftliche Nutzflächen sind mit schicken Villen bebaut worden. Geblieben sind nur noch die Ziergärten, in denen jeder sich Satzungsgemäß mit Blümchen pflanzen für das schöne Gemeinschaftsbild beteiligen darf und die mit ökologischer Nachhaltigkeit nichts mehr zu tun haben.. Eine sinnvolle Nutzung des Gemüseanbaus ist damit weitestgehend verloren gegangen.

DIE LINKE.Hemer fordert offene Gärten für alle Bürger!

   Urban Gardening ist ein neuzeitlicher Begriff, er umschreibt die Nutzung öffentlicher Flächen innerhalb des Stadtgebietes als öffentlicher Gemüsegarten. Folgende Vorteile entstehen hierdurch:
  • Meist kleinräumige, gärtnerische Nutzung städtischer Flächen innerhalb von Siedlungsgebieten oder direktem Umfeld mit kurzen Versorgungswegen.
  • Nachhaltige Bewirtschaftung gärtnerischer Kulturen durch die Bürger selber.
  • Umweltschonende Produktion.
  • Ein bewusster Konsum durch eigenwirtschaftliche Erzeugnisse.
  • Städtischer Gartenbau ist eine Sonderform des Gartenbaus und gehört in öffentliche Hand.
  • Offene Gärten gewinnen aufgrund der Bevölkerungsentwicklung und ansteigender Armut erhebliche Bedeutung.

Armut im eigenen Land

   Oft verschwiegen, politisch stigmatisiert und doch kocht es immer mehr hoch: Die Armut im eigenen Land! Wir sprechen hier von Deutschland, nicht von irgend einer anderen Bananenrepublik. Hier in Deutschland erleben wir ansteigende Armut täglich, nehmen sie aber nicht wahr.

   Armut, dass ist nicht der Mangel an Geld. Sondern die mangelhafte bis ungenügende Möglichkeit mittels Geld an dem gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Da nutzt auch nicht die Unterrichtung unserer Regierung mit dem ewigen Mantra "Deutschland geht es gut".

   Fakt ist: Die Sozialgesetze von Deutschland verstoßen seit Jahren gegen das Grundgesetz und gegen das Völkerrecht ... das ist unzumutbar und unerträglich - auch hier in Hemer!

Wie es anders gehen kann





Ein Beitrag von
DIE LINKE.Hemer
Christoph Diederich